Wie bisher bei jedem Thriller von Freida McFadden ist mir auch bei Die Psychiaterin der Einstieg unglaublich leichtgefallen. Das liegt einerseits an Freidas leichtem Schreibstil, aber auch daran, dass ihre Thriller immer mitten im Geschehen beginnen und wir sofort in die Szenerie hineingeworfen werden. Sie benötigt keine langen Beschreibungen, um direkt Spannung aufzubauen, und genau das macht ihre Thriller so perfekt zum Wegsnacken.
Auch Die Psychiaterin beginnt sofort packend und mit einer unheimlichen Atmosphäre: ein verlassenes Haus mitten im Nirgendwo, abgeschnitten von der Außenwelt und eingeschlossen in einem Schneesturm
Allerdings waren nur die ersten Kapitel für mich wirklich packend. Für meinen Geschmack gab es zu viele verpasste Chancen, eine richtig unheilvolle Atmosphäre aufzubauen. Positiv ist allerdings zu erwähnen, dass die Kapitel immer angenehm kurz und knackig waren. Auch die Wechsel zwischen den Perspektiven und den Zeitebenen haben mich schnell durch die Seiten gebracht. Besonders spannend fand ich die aufgezeichneten Protokolle der Patienten.
Einerseits war der Plot für mich recht schnell durchschaubar, andererseits gab es ein paar Wendungen, die auch mich überraschen konnten. Denn gegen Ende überschlugen sich die Ereignisse.
Was mich auch direkt zum nächsten Punkt bringt: Für mich war es einfach zu viel..zu haarsträubend.. zu skurril.
Mit den Protagonisten hatte ich ebenfalls etwas Schwierigkeiten, aber das erlebe ich relativ häufig bei ihren Thrillern. Ihr Handeln gerade das der weiblichen Protagonistinnen ist teilweise so naiv und dümmlich, dass ich öfter mal den Kopf schütteln musste.
Aber im Großen und Ganzen ist Die Psychiaterin ein Thriller, den man einfach weglesen kann, ohne dabei angestrengt mitdenken zu müssen. Aufgrund der eher leichten Spannungskurve ist er meiner Meinung nach auch perfekt für Einsteiger in das Genre geeignet.