Nach überstandener Krankheit bittet Evie ihre Enkelin Rainey sie nach Irland zu begleiten, wo sie aufgewachsen ist. Nie hat sie über diese Zeit gesprochen, doch jetzt will sie unbedingt dorthin zurück, um etwas wichtiges zu erledigen. Widerwillig begleitet Rainey die alte Frau. Das Herrenhaus an der Küste, wo Evie aufwuchs, ist heute eine Pension. Genau dort will Evie wohnen. Und dort erzählt sie ihrer Enkelin endlich, wie es war, als sie dort lebte und mit ihrer besten Freundin Harding die schönste Zeit ihres Lebens verbrachte. Sie spricht von versteckten Briefen, die sie wiederfinden muß, um sie noch einmal zu lesen. Doch warum die Dorfbewohner so seltsam auf Evie reagieren und warum sie Irland damals Hals über Kopf verlassen hat, darüber schweigt sie noch immer.
In dem Roman "Das Haus der Erinnerung" unternimmt die junge Rainey eine Zeitreise in die Jahre um 1949, in denen ihre Großmutter ein glückliches Leben in Irland geführt hat. Der Autorin Cynthia Ellingsen ist es gelungen, ihre Leser an die Handlung zu fesseln, in dem sie immer wieder von der Vergangenheit in die Gegenwart springt. Dies sehr oft, wenn es besonders brisant wird. Der Schreibstil ist klar und läßt die Emotionen erahnen, die die Personen durchleben. Am schwersten hat es dabei wohl Evies Tochter, denn sie wird immer außen vor gelassen. Das Band der Zusammengehörigkeit zwischen Evie und ihrer Enkelin Rainey ist viel stärker. Cynthia Ellingsen hat diese Geschichte mit sehr viel Einfühlungsvermögen geschrieben. Die Handlung ist bewegend und bleibt im Gedächtnis!