Nach zwei Jahren kehrt Aurélie Cardot an die Pure Grace Academy zurück, aber nicht die Liebe zum Ballett hat sie zur Rückkehr bewogen, sondern der plötzliche Tod ihrer Mutter, die eine gefeierte Primaballerina und die Direktorin der Pure Grace Academy war.
Es deutet alles auf einen Selbstmord hin, doch Aurélie ist davon überzeugt, dass ihre Mutter diesen Schritt nie gegangen wäre und versucht an der Akademie nach Hinweisen zu suchen, die das beweisen.
Dabei trifft sie auf ihren ehemals besten Freund Lucian Delamare, der die Freundschaft mit ihr damals abrupt beendet und sie anschließend geghostet hat.
Während sie versucht, den Tod ihrer Mutter aufzuklären, kommen die beiden sich wieder näher, doch die Geheimnisse, die Aurélie offen legt, könnten auch ihrer zarten Beziehung schaden.
Wem kann sie an der Akademie wirklich vertrauen?
"The Final Bow" von Jennifer Bright ist der erste Band der Pure Grace Academy Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Aurélie Cardot und Lucian Delamare erzählt wird.
Als Tochter einer der größten Primaballerinen ihrer Generation wurde Aurélie schon früh zur Perfektion gedrillt. Mit sechzehn wurde es ihr dann zu viel. Zu viel Druck, der die Liebe zum Ballett zerstört hat, zu wenig Zeit mit ihrer Mutter, die gleichzeitig ihre Lehrerin war.
Aurèlie hängte die Spitzenschuhe an den Nagel, doch zwei Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter, kehrt sie zurück an die Pure Grace Academy.
Aurélie ist entschlossen, den Tod ihrer Mutter aufzuklären und deckt dabei einige dunkle Geheimnisse auf.
Sie hat mir als Protagonistin gut gefallen. Ich mochte es, dass sie im Laufe der Handlung die Liebe zum Ballett, aber auch sich selbst wiedergefunden hat.
Sie ist stolz, liebt es, Listen zu schreiben und lässt sich nicht so leicht unterkriegen.
Auch nicht von Lucian, ihrem ehemals besten Freund, der sie seit zwei Jahren ignoriert, ohne ihr den Grund zu verraten.
Er ist erst sehr distanziert, aber Aurélie weckt Gefühle in ihm und so kommen die beiden sich schnell wieder näher.
Lucian gilt als einer der besten Tänzer der Pure Grace Academy, denn auch er wurde von seinem Vater gedrillt, der als Choreograf an der Akademie unterrichtet. Er ist äußerst diszipliniert und hat eine fürsorgliche Seite.
Zusammen haben die beiden mir sehr gut gefallen. Ich mag es ja immer, wenn die Charaktere eine gemeinsame Vergangenheit haben und auch hier hat man gemerkt, wie nahe die beiden sich einst standen. Als Tanzpartner müssen sie einander vertrauen und dieses Vertrauen mussten sie sich erst wieder erarbeiten, was jedoch erstaunlich schnell ging.
Die Handlung konnte mich auf jeden Fall mitreißen, auch weil ich es spannend fand, dass Aurélie den Tod ihrer Mutter aufklären wollte und es immer wieder Szenen gab, in denen sie sich verfolgt gefühlt hat.
Sie hat mit ihrer Suche nach Hinweisen einige Geheimnisse offengelegt, manche davon überraschender als andere.
Für meinen Geschmack stand tatsächlich die Liebesgeschichte hier ein wenig zu sehr im Fokus, da hat sich das Buch im Mittelteil etwas gezogen und es hätte mich ehrlich gesagt auch nicht gestört, wenn es die eine oder andere explizite Szene nicht gegeben hätte.
Ein paar Mal hatte ich zudem das Gefühl, über eine Ungereimtheit gestolpert zu sein, kleine Logiklücken, besonders was den zeitlichen Ablauf anging, die meinen Lesefluss etwas unterbrochen haben.
Aber ich fand es auch ein wenig unglaubwürdig, wie schnell sich Aurélie wieder an der Academy eingelebt hat, wie schnell sie nach ihrer zweijährigen Pause wieder in den Sport zurückgefunden hat, da nie die Rede davon war, dass weiterhin im Training geblieben ist.
Die Zeit an der Pure Grace Academy habe ich aber dennoch sehr genossen, ich liebe den Ballettsport sehr, lese da richtig gerne drüber und auch hier hat es mir sehr gut gefallen!
Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf, für Lunas Geschichte wieder nach Paris zurückkehren zu dürfen, denn Aurélies beste Freundin mochte ich hier schon gerne und finde es auch gut, dass die Geschichte von Aurèlie und Lucian nicht über beide Bände geht, sondern abgeschlossen ist.
Das Ende war auf jeden Fall spannend und rund!
Fazit:
"The Final Bow" von Jennifer Bright ist ein guter Auftakt der Pure Grace Academy Reihe!
Ich mochte Aurélie und Lucian echt gerne und auch die Handlung konnte mich mitreißen!
Das Ballett hat mir hier richtig gut gefallen und so hatte ich eine tolle Zeit an der Pure Grace Academy und ich freue mich schon sehr im zweiten Band dorthin zurückzukehren!
Es gab aber ein paar Sachen, die mich doch ein wenig gestört haben. Mit stand die Liebesgeschichte einen Ticken zu sehr im Fokus, denn ich fand, dass die Geschichte sich etwas gezogen hat. Außerdem bin ich immer mal wieder über kleine Ungereimtheiten gestolpert, sodass es für mich auch nicht ganz rund war.
Ich vergebe starke drei Kleeblätter.