Longing for Lelibeth von Alexandra Flint war für mich ein totaler Coverkauf, weil mich das gesamte Setting sofort an The Darlington erinnert hat ¿ und weil ich diese Reihe so geliebt habe, durfte auch dieses Buch direkt mit nach Hause kommen. Und ich habe es letztendlich auch unglaublich schnell beendet, weil ich ständig weiterlesen wollte und zwischen Hörbuch und Buch hin und her gewechselt bin.Die Geschichte rund um Lelibeth und Noah ist insgesamt eher ruhig erzählt, zumindest bis ungefähr zu den letzten Kapiteln, in denen die Handlung dann nochmal deutlich anzieht. Aber genau das mochte ich hier irgendwie sehr. Dieses Buch lebt nicht von riesigen Dramen oder permanenten Schocks, sondern viel mehr von Atmosphäre, Emotionen und seinen Charakteren.Lelibeth war mir wirklich vom ersten Kapitel an sympathisch. Man merkt sofort, wie sehr sie für das Hotel ihrer Familie lebt und wie viel ihr daran liegt, sich endlich zu beweisen. Und Noah... ich habe Noah wirklich unglaublich schnell ins Herz geschlossen. Anfangs wird er noch ein bisschen wie der typische reiche Problemsohn dargestellt, der lieber auf Drogenpartys unterwegs ist, als irgendetwas aus seinem Leben zu machen. Aber relativ schnell wird klar, wie viel mehr eigentlich hinter ihm steckt.Vor allen Dingen seine Leidenschaft für Floristik fand ich richtig schön, weil das einfach mal etwas anderes war. Ich habe es geliebt, dass wir hier keinen typischen harten, kalten Bookboyfriend bekommen haben, sondern eher einen tiefgründigen Softie, der emotional, kreativ und gleichzeitig unglaublich loyal ist. Gerade seine Charakterentwicklung innerhalb des Buches fand ich wirklich stark.Auch die Dynamik zwischen Noah und Lelibeth mochte ich total gerne. Die beiden harmonieren einfach unglaublich gut miteinander und ich mochte, wie ruhig und natürlich sich ihre Beziehung entwickelt hat, ohne sich künstlich dramatisch anzufühlen.Was ich an dem Buch ebenfalls sehr mochte, war dieses ganze Hotel- und Bergsetting. Dieses luxuriöse Hotel mitten in der Natur hatte einfach totale Wohlfühlvibes und ich konnte mir beim Lesen alles richtig gut vorstellen.Und obwohl wir hier definitiv Intrigen, Herzschmerz und Drama haben ¿ vor allen Dingen durch Noahs Vater, der Mont Lacroix unbedingt zerstören will, damit sein eigenes Hotel besser dasteht ¿ war das Ganze trotzdem deutlich ruhiger, als ich erwartet hatte. Zeitweise gelingt ihm das sogar und natürlich bringt das Probleme, Streit und Verletzungen mit sich. Aber gerade weil das Drama hier nicht komplett eskaliert oder künstlich aufgeblasen wird, fand ich das Buch unglaublich angenehm und entspannt zu lesen.Es ist kein Buch, das permanent von Spannung lebt oder nonstop eskaliert. Dafür fühlt es sich aber warm, gemütlich und irgendwie beruhigend an, ohne langweilig zu werden. Genau deshalb konnte ich trotzdem kaum aufhören zu lesen.Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf die nächsten Bände rund um die anderen Geschwister.