Olive Sanderson hat endlich den Mut gefunden, ihren Mann Tony rauszuwerfen, doch sie kann sich noch immer nicht richtig eingestehen, dass ihre Ehe gescheitert ist, geschweige denn, dass sie ihre Trennung öffentlich macht.
Als mit Casey O'Leary ein Bestseller-Autor nach Lower Whilby kommt, dessen Debüt das beste seiner Bücher war, gerät Olive immer wieder mit ihm aneinander, denn besonders sein neuestes Buch hat sie gehasst.
Casey findet in Lower Whilby Inspiration, und als Olive erfährt, dass sie den Kredit für ihr Haus zukünftig alleine tragen muss, schließen die beiden einen Deal, der sie näherbringen soll.
"The Peppermint Hot Chocolate Dilemma" von Kyra Groh ist der dritte und letzte Band der Lower Whilby Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der fünfundzwanzig Jahre alten Olive Sanderson und des sechsunddreißig Jahre alten Casey O'Leary erzählt wird.
Olive hat am Tag nach ihrer Hochzeit herausgefunden, dass ihr frisch angetrauter Mann Tony sie betrügt. Doch Olive hat an ihrer Ehe, an ihrem Traumleben festgehalten und monatelang so getan, als wäre alles in Ordnung.
In einem Moment der Klarheit hat Olive Tony endlich hinausgeworfen und ist zum ersten Mal seit zehn Jahren auf sich allein gestellt, und so richtig bringt sie es noch immer nicht über sich, von einer Trennung zu reden, denn was sollen die Leute denken?
Olive ist sehr traditionsbewusst, ordentlich, strukturiert und perfektionistisch. Mit Casey, dem Kater Rorschach und Caseys Tochter Shae kam pures Leben in ihr sonst so geordnetes, was ihr sehr gut getan hat.
Casey ist schon früh Vater geworden und hat die Mutter seiner Tochter Shae mehr aus Pflichtbewusstsein, denn aus Liebe geheiratet. Auch Casey wurde von seiner Frau Shiv betrogen, und mittlerweile sind sie getrennt und er ist alleinerziehender Vater seiner zwölf Jahre alten Tochter.
Er lässt viel von sich in seine Bücher einfließen, doch er hat mittlerweile Probleme mit dem Schreiben, und sein letzter Roman wurde zerrissen.
Als er eine Lesung in Lower Whilby gibt, überkommt ihn die Inspiration, und er schreibt so gut, wie schon lange nicht mehr. Casey ist vernünftig, chaotisch und verplant. Er lässt seine Brille überall liegen und wird ganz schön von Shae herausgefordert. Da Shiv in ihrem Leben kaum noch präsent ist, muss er Shae nicht nur der Vater sein. Er ist freundlich, witzig und charismatisch. Auch ihn mochte ich sehr, ebenso die Vater-Tochter-Beziehung von Casey und Shae!
Lower Whilby zur Vorweihnachtszeit hat mir richtig gut gefallen! Und auch die Zeit mit Jude und James und Dex und Nore war richtig schön, zumal Olive immer stärker ein Teil dieser Gruppe geworden ist.
Auf Olives Geschichte habe ich mich seit dem ersten Band gefreut, auch weil die beiden Schwestern nicht unterschiedlicher hätten sein können! Aber es war auch so schön zu sehen, wie sich Jude und Olive nähergekommen sind und Olive sich geöffnet hat.
Olive und Casey haben mir auch richtig gut gefallen. Ich bin mittlerweile ein richtiger Fan des Age-Gap-Tropes und auch hier hat es mir gefallen, dass er elf Jahre älter ist.
Olive wirkt aber sehr viel älter, vielleicht auch, weil sie so viel Wert auf Traditionen und den äußeren Schein legt.
Ich mochte die Dialoge der beiden echt gerne, denn Olive gibt ihm richtig Kontra! Sie mochte Caseys aktuelles Buch nicht und verheimlicht das auch nicht! Sie fordert ihn irgendwie heraus, er bietet ihr Halt, wenn sie fällt. Ihre Annäherung war eher langsam, aber ich habe so sehr mit den beiden mitgefiebert!
Zum Schluss ging es mir allerdings ein bisschen zu schnell mit den beiden, und mir hat auch irgendwie was gefehlt.
Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass Olive und Shae etwas mehr Raum bekommen hätten, dass die beiden sich ebenfalls angefreundet hätten. Aber der Fokus lag dann doch auf Olive und Casey.
Ich mochte den dritten Band aber insgesamt richtig gerne, zumal ich diesen zwischenzeitlich echt nicht aus der Hand legen konnte!
Fazit:
"The Peppermint Hot Chocolate Dilemma" von Kyra Groh ist ein großartiger dritter Band der Lower Whilby Reihe!
Ich konnte von der ersten Seite an mit Olive und Casey mitfiebern, mochte die beiden und ihre Dialoge so gerne!
Zum Schluss ging es mir zwar etwas zu schnell und irgendwas hat mir auch gefehlt, aber dennoch hat es mir richtig gut gefallen und auch zur Weihnachtszeit war Lower Whilby einen Besuch wert!
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und vergebe gute vier Kleeblätter!