Eigentlich hatte Ella sich ihr Auslandsjahr an der Whitland-University in den USA an der Seite ihres Freundes Jamie vorgestellt, doch am Tag des Abflugs macht er mit ihr Schluss. Noch am selben Abend stürzt sie sich in ein Abenteuer mit Hudson, der sich ausgerechnet als Quarterback der Universitätsmannschaft entpuppt. Genau dieses Team unterstützt Ella als Mitglied des renommierten Cheerleading-Squads. Es ist also kaum zu vermeiden, dass sie Hudson ständig über den Weg läuft. Zwischen ihnen knistert es gewaltig und als dann auch noch Ellas Trainingspartner ausfällt und Hudson einspringt, können sie sich endgültig nicht mehr aus dem Weg gehen.
Beide Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch. Die Chemie zwischen ihnen stimmt von der ersten Begegnung an, und Ki Stephens gelingt es mit ihrem flüssigen Schreibstil, diese Stimmung schon auf den ersten Seiten einzufangen und durch die gesamte Geschichte zu tragen.
Sowohl Ella als auch Hudson bringen Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit mit, mit denen sie sich im Laufe der Handlung auseinandersetzen müssen. Den Hintergrundgeschichten und ihrem Umgang damit hätte ich mir allerdings etwas mehr Raum gewünscht, denn vieles wird relativ schnell und unkompliziert aufgelöst. Mehr Platz nehmen dagegen Ellas Exfreund ein, der immer wieder als Störfaktor auftaucht, sowie die aufkommenden Gefühle, denen beide zunächst mit Zögern oder sogar Verleugnung begegnen.
Besonders gelungen sind auch die zahlreichen Nebenfiguren, die eine wichtige Rolle im Leben von Ella und Hudson spielen. Viele von ihnen bringen eigene Handlungsstränge mit, die sich durch das Buch ziehen; leider werden nicht alle davon vollständig aufgelöst.
Durch die gesamte Handlung hinweg spielt das Cheerleading eine zentrale Rolle. Nicht nur das Training, sondern auch Wettkämpfe und das Anfeuern am Spielfeldrand bei Footballspielen nehmen großen Raum ein. Die einzelnen Routinen werden dabei mit vielen Fachbegriffen beschrieben. Hier hätte mir persönlich eine Art Glossar geholfen, um manche Abläufe noch besser nachvollziehen zu können.
Insgesamt hat mir Cheer for Love dennoch ein sehr schönes Leseerlebnis beschert, vor allem durch die mitreißende Handlung, die liebenswerten Protagonisten und den angenehmen Schreibstil.