Band 2 hat mich direkt wieder abgeholt. Die Story knüpft nahtlos an den ersten Teil an und zieht das Tempo deutlich an. Weniger Einführung, mehr Emotionen, mehr Drama, mehr Stakes.
Fallon hat mir hier deutlich besser gefallen als im ersten Band. Sie entwickelt sich spürbar weiter, wird stärker, entschlossener und übernimmt endlich Verantwortung für ihre Kräfte, auch wenn genau das gleichzeitig ihr größtes Risiko ist. Dieser innere Konflikt zwischen Licht und Dunkelheit zieht sich konstant durch die Handlung und macht die Geschichte emotional intensiver.
Ariyon hat mir ehrlich gesagt in diesem Band das Herz gebrochen. Seine Situation ist brutal, und gerade die Perspektive mit der vertauschten Magie bringt nochmal richtig Spannung rein. Dieses wir gehören zusammen, aber alles steht zwischen uns-Gefühl ist einfach durchgehend da.
Was ich besonders mochte:
Die düstere Atmosphäre wurde nochmal verstärkt. Die Welt wirkt größer, gefährlicher und gleichzeitig emotional schwerer. Gerade die Szenen rund um das Reich der Toten bzw. diese Prüfungen sind richtig unangenehm und intensiv geschrieben.
Die Romance ist weiterhin eher slow und emotional als spicy, also definitiv mehr YA-Vibe. Wenn man hier große, explizite Szenen erwartet, wird man eher nicht fündig. Dafür lebt das Ganze von Sehnsucht, Schmerz und dieser einen Verbindung zwischen Fallon und Ariyon.
Kritisch sagen muss ich:
Teilweise wirkt der Schreibstil noch recht simpel und etwas jung, gerade in Dialogen oder emotionalen Reaktionen. Das passt zur Zielgruppe, aber wenn du sehr tief ausgearbeitete, komplexe Fantasy gewohnt bist, merkst du den Unterschied.
ABER:
Das Ende? Wirklich fies. Emotional, dramatisch und genau so ein Cliffhanger, der einen direkt zum nächsten Band zwingt.
Fazit:
Stärker als Band 1, emotionaler, düsterer und mit deutlich mehr Spannung. Kein Meisterwerk im Writing, aber extrem suchtfördernd.