Ein guter abschluss, für den man sich Zeit nehmen muss und nicht an sas prequel oder band 1 ran kommt, leider.
Ich weiß nicht genau, wie ich dieses Buch greifen soll wie Rauch zwischen den Fingern, der sich nicht ganz fassen lässt. Ruthless Vows ist kein schlechtes Buch, ganz im Gegenteil. Es ist intensiv, atmosphärisch, stellenweise so schön, dass es fast wehtut. Und doch... hat es mich nicht auf dieselbe Weise berührt, Wie band 1 oder gar das Prequel. Vielleicht liegt es daran, dass mein Herz noch immer bei Wild Reverence verweilt, dort, wo jede Emotion lauter, roher, unmittelbarer war. Oder daran, dass ich Divine Rivals als Auftakt dieser Dilogie stärker empfunden habe, als den Abschluss. Die Messlatte lag hoch, vielleicht zu hoch. Auch mein eigenes Leseerlebnis war zerrissen über Wochen gestreckt, zwischen Schulstunden gelesen, nie ganz eingetaucht, nie vollständig verloren gegangen in der Welt, die Rebecca Ross erschaffen hat. Und vielleicht ist genau das der Punkt: Dieses Buch braucht Zeit, Raum, Hingabe. Dinge, die ich ihm nicht immer geben konnte. Und trotzdem es ist gut. Wirklich gut. Die Geschichte trägt, die Emotionen sind da, die Figuren leben. Ich würde es jederzeit weiterempfehlen. Aber ein Highlight, ein Buch, das sich tief unter die Haut brennt und bleibt... das war es für mich nicht.