Oberflächlich
Nichtssagend und klischeehaft. Reiches, schwerkrankes Texas-Girl trifft auf Mallorca die Liebe ihres Lebens. Er verliebt sich unsterblich in sie, obwohl er bis dahin der klassische Latin-Lover gewesen ist, der Touristinnen nachgejagt war. Sie haben unglaublichen Sex ohne Verhütung - versehentlich schwanger/krank werden? Kein Thema. Sehr realistisch (ironisch gemeint).Dafür wird oberflächlich der Massentourismus angeschnitten, unter welchem Mallorca leidet. Aber die Protagonistin ist natürlich anders. Alle sind übrigens super hübsch, gut drauf und ohne Tiefgang.Der Knüller: Die Mutter der Hauptgigur ist die ehemalige große und einzige Liebe des Latin-Lover Vaters, na klar. Auch die zwei kommen zusammen, die Protagonistin wird am Ende geheilt, und alle leben fortan auf der Insel glücklich zusammen. Gähn¿ Mit 14 hätte ich die Geschichte eventuell ganz gut gefunden.Schade, dass so wenig aus der Story gemacht wird. Weder wird die Insel mit ihrer ganzen Schönheit erfasst, noch beschrieben, was die Menschen/das Leben dort ausmacht. Es könnte jeder x-beliebige andere Ort sein. Thema Liebe, Vertrauen, Aufarbeitung der Vergangenheit bieten unglaublich viel Potenzial, das hier verschenkt wird. Romantik und Leidenschaft verkommen leiderzu stereotypem Seifenoper-Getue. Der Latin-Lover, der seine Angebetete vor den Augen anderer Männer verbergen möchte, indem er ihr Kleidung überwirft und ihre demütige ¿Ach, macht mir ja gar nichts aus.¿-Haltung, lassen mich kopfschüttelnd zurück,Das Buch lohnt sich nicht mal für romantisch-trivialen Zeitvertreib bei schlechtem Wetter und Fernweh.