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Der Thriller ist sehr spannend und abwechslungsreich geschrieben und nicht nur für Jugendliche interessant, sondern auch für junggebliebene Erwachsene. Beim Lesen entwickelt sich eine richtige Sogwirkung, sodass man immer weiterlesen muss. Spannend finde ich, dass Ruby direkt gegenüber vom Hotel wohnt und somit einen direkten Einblick in die Fenster und Zimmer der Hotelgäste bekommt. Da sie aufgrund ihrer Erkrankung immer zuhause ist, hat sie somit eine spannende Tagesbeschäftigung und ihr detektivischer Spürsinn erwacht, wenn sie mysteriöse Umstände beobachtet.Die Konstellation mit AJ als ihren Komplizen, der dann direkt vor Ort ermittelt, finde ich als Bereicherung und die Recherchen zum True Crime Podcast wirken teilweise gut geplant, teilweise improvisiert, aber im Duo sind Ruby und AJ unschlagbar, auch wenn einige verdeckte Ermittlungen schieflaufen. Bemerkenswert finde ich, dass Ruby, trotz ihrer starken körperlichen Einschränkungen ihren Lebensmut und ihre Neugier nicht verliert, im Gegenteil, sie ist ein tolles Vorbild für Jugendliche, die vielleicht auch gerade mit der einen oder anderen Einschränkung hadern. Die Perspektive ist auch gut gewählt, man blickt als Leser*in direkt von Rubys Fenster in die Zimmer der Hotelgäste und kann das Gesehene mit Fantasie beflügeln, sodass eigene Geschichten entstehen. Die Hauptaktionen ereignen sich allerdings geballt im letzten Drittel des Buches etwa, hier hätte man etwas besser dosieren können, ansonsten hat mich der Jungendthriller sehr gut unterhalten.