Franz Kafka (*3. Juli 1883 in Prag, 3. Juni 1924 in Kierling, Österreich) war ein deutschsprachiger Schriftsteller, der als einer der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts gilt. Kafka wuchs in einer jüdisch-bürgerlichen Familie auf und studierte Rechtswissenschaften. Neben seiner Arbeit als Jurist verfasste er eine Reihe von Werken, die oft von Themen wie Angst, Isolation und der Sinnlosigkeit des Daseins geprägt sind. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Erzählungen "Die Verwandlung" (1915) und die Romane "Der Prozess" und "Das Schloss", die jedoch erst posthum veröffentlicht wurden. Kafkas Stil, der oft als surreal und düster beschrieben wird, hat den Begriff des "Kafkaesken" geprägt - Situationen, die durch absurde, bürokratische und beklemmende Strukturen charakterisiert sind. Kafka starb 1924 an den Folgen einer Tuberkuloseerkrankung. Zu Lebzeiten erlangte er nur begrenzte Bekanntheit, doch heute gilt er als Schlüsselfigur der modernen Literatur.