Spoiler Warnung! Nachdem mir der Vorgängerband ganz okay gefallen hat, habe ich mich auf The Throne of Broken Gods gefreut. Der Schreibstil ist weiterhin angenehm und flüssig, und auch die Welt sowie die Grundidee der Geschichte bleiben spannend.Ein großer Kritikpunkt ist allerdings die Länge des Buches. Meiner Meinung nach hätte man die Geschichte problemlos deutlich kürzen können - etwa um die Hälfte -, ohne dass wirklich Inhalt verloren gegangen wäre. Viele Szenen ziehen sich unnötig in die Länge und wiederholen sich. Grundsätzlich fand ich es interessant, dass Dianna als gewaltbereite weibliche Figur dargestellt wird. Allerdings war ihr Verhalten für mich irgendwann nicht mehr nachvollziehbar. Dass der Tod ihrer Schwester sie aus der Bahn wirft, ist verständlich, aber dass sie danach komplett die Kontrolle verliert und aus Rache unzählige Menschen und Kreaturen tötet, fühlte sich irgendwann einfach nur noch überzogen und unpassend zur Geschichte an.Noch weniger nachvollziehbar fand ich, dass die Celestrier und Samkiel darüber praktisch hinwegsehen. Es wirkte für mich sehr unglaubwürdig, dass sie Diannas Taten mit dem Hinweis auf ihre Trauer so leicht verzeihen. Wobei Samkiel sicherlich wenig mit seinem Kopf gedacht hat... ¿ Der einzige Charakter, der zumindest etwas Vernunft gezeigt hat, war für mich Vincent, auch wenn sein Verrat natürlich nicht so geil war. Ich konnte ihn aber verstehen. Auch die vielen spicy Szenen waren mir persönlich etwas zu viel und zu ausführlich, besonders nachdem sie einmal begonnen hatten und sich dann sehr stark häuften.Was ich wirklich bescheuert fand: Türen und Schlösser die immer wieder bei ihr klappern?! Sehr unnötig irgendwie.. Ich weiß, was die Autorin hier aussagen wollte, aber es passte einfach nicht wirklich. Insgesamt ist das Buch nicht schlecht und weiterhin gut geschrieben, aber durch die Länge, einige unglaubwürdige Entscheidungen der Figuren und die vielen expliziten Szenen bleibt für mich ein eher gemischter Eindruck.