Gute Idee rund um Blutmagie und Hexen, hat mich dennoch nicht vollends überzeugt!
Inhalt: Rune ist tagsüber Teil der oberflächlichen Elite ihrer Stadt und bringt nachts als Roter Nachtfalter Hexen in Sicherheit, seit diese im Reich nicht mehr erwünscht und daher hingerichtet werden. Um Informationen zu erlangen, lässt sich Rune auf den Hexenjäger Gideon Sharpe ein, der allerdings seine eigenen Ziele verfolgt.Meinung: Fantasy ist genau mein Genre und mit Hexen, Hexenjagd und einer besonderen Art von Magie ist die Grundidee auf jeden Fall gut.Der Schauplatz ist ein Reich, in dem Hexen gehasst und geächtet werden, womit es wohl alleine dasteht. Es gibt andere Orte mit anderen Regeln, die häufig erwähnt werden und als Ausweg aus dieser Gesellschaft betrachtet werden können.Spannung wird ein wenig dadurch aufgebaut, dass auch außerhalb von Gideons und Runes Aktionen Dinge geschehen, die man noch nicht eindeutig zuordnen kann. Hier kristallisieren sich nach und nach Bezüge zur Vergangenheit heraus, die ebenfalls häppchenweise über die Protagonisten bekannt wird. Mit dieser Informationen kann man sich vieles selbst zusammenreimen, was am Ende auch so aufgelöst wird.Rune, der Rote Nachtfalter, hat ihre Gründe dafür, Hexen zu schützen. Sie wird von Freunden unterstützt. Einerseits scheint sie oberflächlich, andererseits ist sie doch sehr unerfahren, weswegen es in weiten Teilen des Buches eher darum als um den Schutz der Hexen geht. Rune zeigt oft ein kindliches und eher unbedarftes Wesen, welches ich nur teilweise ihrer Tarnung zuordnen konnte.Gideon hat ebenfalls gut Gründe, Hexen zu jagen und zu hassen, scheint aber dadurch sehr linear in seinem Denken zu sein. Er denkt aber nach und zieht logische Schlüsse, während Rune sich oft auf Intuition und Kurzschlusshandlungen verlässt.Ich mochte die Idee und die Story recht gerne, konnte mich aber schlussendlich nicht ganz mit den Charakteren und der Entwicklung anfreunden. Ich hatte einen anderen Fokus erwartet!