Mein absoluter Lieblingsteil, so tiefgründig und herzzerreißend.
Sophie ist eine Elfin, doch das weiß sie selber noch gar nicht so lange. Unter Menschen aufgewachsen und jetzt in den verlorenen Städten lebend, ist sie jetzt offiziell Schülerin des 3. Jahres an der Foxfire (der besten Elfen-Akademie aller Zeiten). Zusammen mit ihren Adoptiveltern Grady und Edaline lebt sie in Havenfield, einer Tierpflege-/Zufluchtsstation.Sophie ist etwas Besonderes. Sie hat nämlich nicht nur eine Fähigkeit manifestiert, sondern gleich 3: Telepathie, Polyglott (versteht/spricht jede Sprache sofort), Bewirkerin. Mit Hilfe ihrer Fähigkeiten findet Sophie im Wald ein Alicorn, eines der letzten seiner Art. Das Besondere: Sie kann sogar mit Hilfe ihrer Telepathie mit dem Alicorn kommunizieren. Vom Hohen Rat bekommt sie den Auftrag, das Alicorn zu zähmen. Doch dunkle Mächte wollen das Alicorn in ihren Besitz bringen und zu allem Überfluss stimmt irgendetwas nicht mit Sophie. Hat sie sich vielleicht doch noch nicht von ihrem letzten Abenteuer erholt ...Buch 2 hat mich noch mehr überzeugt als das erste. Ich glaube, es lag an dem Thema. Im zweiten Teil von Keeper of the Lost Cities ging es viel um Schuld, besonders darum, sich die Schuld selber zu geben. Wenn wir uns selber die Schuld geben, dann kann uns das von innen heraus auffressen. Die Elfen haben damit sogar noch ein größeres Problem als wir Menschen. Wenn ein Elf Schuldgefühle hat, dann bricht sein Geist und ist praktisch tot. Darum lassen Elfen keine Schuldgefühle zu oder geben anderen die Schuld. Ich glaube aber, was das Buch uns gerne vermitteln würde, ist, dass es einen Unterschied zwischen Reue und Schuld gibt. Wenn wir uns selber die Schuld geben, hemmt uns das, Neues zu probieren, und zerstört langsam aber sicher unser Selbstvertrauen. Das heißt aber nicht, dass wir nicht bereuen dürfen. Reue hilft uns, uns selber zu verändern und nicht die gleichen Fehler in der Zukunft zu machen. Reue ist wichtig, aber wir sollten uns nicht von unseren Schuldgefühlen überwältigen lassen. Das war jetzt wirklich lang, aber ich glaube, ich habe meinen Punkt rübergebracht.Die Elfen sind immer so perfekt, aber vielleicht können die Menschen ja doch manches besser. Zum Beispiel mit Schuld umzugehen (der Geist bricht nicht sofort) oder mit Trauer. Auch in diesem Buch sehen wir wieder, wie wenig die ewig lebenden Elfen doch von Trauer und Verlust verstehen.Das Buch war extrem spannend. Der Anfang ist ruhig, Sophie muss sich ja erst von ihrem letzten Abenteuer erholen, aber dann nimmt die Geschichte sehr schnell Fahrt auf. Die letzten 300 Seiten habe ich an einem Tag durchgelesen und hätte es schon am Tag davor gemacht, hätte ich dort nicht keine Zeit gehabt.Besonders toll in diesem Band fand ich Elwin und Keefe. Elwin hat schon im ersten Buch mit seinem Humor überzeugt, aber auch Keefe hat einen unschlagbaren Humor. In diesem Band hat Keefe auch noch eine sehr viel größere Rolle bekommen und dadurch durften wir mehr von seinem Humor erleben.Das Exil war definitiv ein Jahreshighlight für mich. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und das Thema hat mich einfach richtig gecasht. Klare Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans.