Als in Klotten an der Mosel Gabriele Meiniger stirbt, bekommt Max Bischoff einen sehr ungewöhnlichen Anruf, denn er soll der Kriminalrätin Keskin helfen, einen Vermisstenfall aufzuklären. Gabriele hatte ein sehr kryptisches Tagebuch hinterlassen und Keskin möchte das Max sich darum kümmert, auch weil sie befürchtete, dass die Tochter von Gabriel in Gefahr sein könnte. Max macht sich auf den Weg nach Klotten, gerade auch weil ihn der Fall interessiert. Gegenüber Keskin bleibt er sehr skeptisch. Er übernimmt die ersten Befragungen, bis dann dann Jessica Meiniger tot aufgefunden wird. Das Rätsel um den verschwundenen Winzer wird immer größer und so holt sich Max psychologische Hilfe von Marvin Wagner, den er bei einem anderen Fall kennengerlernt hat. Die beiden sind ein gut aufeinander eingespieltes Team, doch mitten n die Ermittlungen platzt der Koblenzer Kommissar Zerbach und der will, dass Marvin und Max aufhören zu ermitteln. Ein spannendes Katz und Maus Spiel beginnt.
Der zweite Band aus der Reihe Mörderfinder von Arno Strobel Mit den Augen des Opfers, spielt in einem Winzerdorf an der Mosel und es geht vordergründig um einen verschwundenen Winzer. Aber das wäre in Thrillern von Arno Strobel zu einfach gedacht und gehandelt. Es sind mehrere Themen, die der Autor mit seinen Hauptcharakteren bearbeitet. Die wichtigste Personalie in diesem Thriller ist der ehemalige Kripobeamte Max Bischoff, der aktuell an der Uni lehrt, aber auch als privater Ermittler unterwegs ist. Mit seinem ehemaligen Kollegen Horst Böhmer steht er immer noch im regen Austausch. Mit Dr. Marvin Wagner, Psychologe und einiges mehr, wird ein neuer Partner für Max aufgebaut. Die beiden verstehen sich sehr gut in diesem Fall und ergänzen sich fast perfekt. Dieser Fall ist ein Spiel in dessen Hauptrolle Max steht, denn er wird von seiner größten Kritikerin Kriminalrätin Keskin engagiert und es ist für ihn eine große Herausforderung. Doch der Autor lässt sein Hauptfigur sehr geschickt sich positiv auf die Menschen einzulassen, ganz im Gegensatz zu Hauptkommissar Zerbach, der wie ein Elefant im Porzellanladen durch den Fall trampelt. Ein krasser Gegenpol zu Max und Marvin. Dieses gegenspiel zwischen offizieller Polizei und privaten Ermittlungen belebt diesen Roman. Der Mörder taucht auch immer wieder mit seinen Gedanken und auch Taten auf und lässt den Leser miträtseln, wer das denn wohl sein könnte. Das ist die Spezialität von Arno Strobel, den Leser in seinen Bann und in den Thriller tief hineinzuziehen. Die Sprache ist sehr bildhaft und alles läuft wie ein Film ab. Doe Spannung ist sehr gut aufgebaut und fesselt den geneigten Leser bis zum Schluss.
Ich mag die Thriller von Arno Strobel, denn er versteht es sehr gut mein Kopfkino anzukurbeln und in Gang zu halten. Er lässt mich teilhaben an den Ermittlungen und auch mit den Hauptfiguren mitleiden. Ich kann diese Reihe, aber auch anderen Bücher von Arno Strobel sehr gut empfehlen.