In meiner Mission Bücher der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2025 zu lesen, habe ich mit diesem Buch begonnen: Kiki Beach, ein Lyrikband von Verena Stauffer. Die Gedichte greifen die Themen Sexualität, Digitalisierung und fremde Orte zwischen Griechenland und Persien auf. Und das ist auch schon alles, das ich an inhaltlicher Beschreibung geben kann.Vorneweg, ich bin keine Lyrikleserin, es entspricht nicht meinem Geschmack, also greife ich nur in seltenen Fällen zu einer Anthologie. Aber auch all meine persönlichen Befindlichkeiten beseitegeräumt, haben mir die Gedichte einfach nicht gefallen. Es kam kein Gefühl oder ein irgendwie greifbares Thema heraus, sondern hat sich angefühlt wie eine Wolke aus historisch/klassisch philologischen Textbezügen und modernen Schlagworten, gepaart mit einer schon unnötigen Menge Körperflüssigkeit. Besonders irritiert haben mich die Fußnoten in der Mitte des Buches, in der die intertextuellen Anspielungen erklärt wurden. Diese Erklärung haben meines Erachtens dem Text sehr geschadet, denn entweder lässt sich die Anspielung aus dem Text herauserkennen, oder dem Leser fehlt diese Ebene, weil die Anspielung zu unklar war oder er das Ursprungswerk nicht erkennt. Eine Seite auszuformulieren, was gemeint war, verleiht dem ganzen eine Unsicherheit, die gar nicht in das Konzept des Bandes passt.Schade, das grundsätzliche Konzept, dass dem Band laut Beschreibung zugrunde liegt (und passagenweise auch herauskommt) wäre wahrscheinlich interessant gewesen.