Die Vorgeschichte: Renommierter Verlag trifft auf renommierte Künstlerin.
Das Ergebnis: Ein nicht nur Kinderseelen anrührendes Buch. Wertig gebunden, ist es ideal für kleine und große Hände und nimmt auch sonstige mechanische Herausforderungen klaglos hin. Nina Hultsch erzählt uns die Geschichte der kleinen, neu in die Stadt gezogenen Lola. Wie Lola sich wegträumt in die Obhut ihres kleinen (und dann viel größeren) Bären. Der sie auf eine nächtliche Reise mitnimmt. Warmes Mondlicht füllt die tiefblaue Nacht. Kann man derartige Gefühle sprachlich und graphisch einfach so erzeugen? Wohl eher nicht. Wahrscheinlich hat Nina Hultsch einen ihrer Lieblingsträume, vielleicht aus längst vergangenen Tagen, in genialer Form nachempfunden und als eben diese Bilder auferstehen lassen. Sanft verspielt, in dezent surreale Farben getaucht, öffnen sich uns die Szenen. Liebevoll sind sie gestaltet, mit einem Detailreichtum, wie er sonst nur in Wimmelbüchern zu finden ist. Wir können uns gar nicht satt sehen und entdecken trotzdem immer wieder Neues. Lola und ihr Bär sind indes nicht allein. Wildschweine, ein Dachs, ein Vogel, ein Frosch, sie alle begleiten sie bei ihrem Abenteuer. Das war schön mit euch!, sagt der Bär, als es langsam hell wird. Aber die Bande geht nicht einfach so auseinander. Vielmehr dürfen wir noch einer menschlich-tierischen Teezeremonie beiwohnen. So stellen wir uns das Paradies vor! Zufriedener als der Frosch, der auf einem hohen Blatt mit einer Tasse Tee in der rechten Hand (oder wie immer man die beim Frosch nennt) ein Mondbad nimmt, kann man wohl nicht dreinschauen. Lola hat jedenfalls ihr Paradies gefunden. Beseelt durch ihre nächtlichen Freunde schließt sie ganz schnell Freundschaft mit einem Kind aus der Nachbarschaft. Ein Buch für Kinder? Ja, und wie! Aber nicht nur. Ein Buch fürs ganze Leben. Besonders wertvoll.