Ein kurzer, fragmentarischer Einblick in die Welt einer anonymen Bewohnerin Teherans macht ihre Wut, ihre Angst, und, vielleicht überraschend, vor allem ihre Hoffnung und Zuversicht eindrücklich spürbar. Man bekommt einen guten Eindruck ihres Lebens mit diesen gegensätzlichen Emotionen. Sie besitzt ein tiefes Verständnis dafür wie Regime wirken, über die Kraft, aber auch der Begrenzung die selbst eine erfolgreiche Revolution besitzt. Trotz des Bewusstseins darum, wie langsam Veränderungen in Gesellschaft und Politik greifen, und trotz der sehr realen Gefahr für ihr Leben ist ihr absoluter Wille und ihre Stärke unverrückbar. Ich habe nichts als Respekt für sie und ihre Mitkämpfer:innen.
Auf den wenigen Seiten vermittelt das Text außerdem einiges an Hintergrundwissen zu iranischer Geschichte und Kultur.
In Hinblick auf die Tatsache, dass das Buch bereits 2023 veröffentlich wurde wünschte ich mir, es gäbe eine aktualisierte Version, ein Update, um zu erfahren wie sich ihre Welt, und sie selber, seitdem verändert hat.