Vanessa Hart wird zusammen mit ihrer besten Freundin Celeste nach einer Party von einem Wolf angegriffen und während sie sich nach ihrer eigenen Verwandlung plötzlich am Hof der Werwolfkönigin wiederfindet, überlebt Celeste den Angriff nicht. Zusammen mit dem Kronprinzen Sin und seinem Cousin Calix macht Vanessa sich daran, die mysteriösen Morde, die sich zu häufen scheinen, aufzuklären.Ja, Bitten hat mir mal so richtig vor Augen geführt, dass ich nur noch wenig mit Teenager-Protagonisten anfange. Ganz besonders nicht, wenn sie so von ihren Hormonen gesteuert sind wie Vanessa und keinen kritischen Knochen in ihrem Körper zu haben scheinen. Mir ist bewusst, dass das Buch vielfach nicht mehr meinen Geschmack trifft, aber leider hatte die Geschichte auch abseits dessen einige strukturelle Probleme. Ungefähr bei der Hälfte des Buches war klar, wer der "wahre" Bösewicht der Geschichte ist, dafür kamen andere Entwicklungen etwas sehr aus dem Nichts.SPOILER!!!!Und das Ende. Ich mag überraschende Wendungen sehr gerne, aber wenn man Twists nur um des Schockmoments Willen einbaut, dann fragt man sich als Leser schnell nicht mehr, wie man das übersehen konnte, sondern was zum Kuckuck gerade los ist und (so ich zumindest) "Häh?". Dazu kommt, dass ich einen sehr großen Hass auf Geschichten habe, die sich mit einem Deus-ex-Machina aus Plotecken befreien, in die sie sich hinein manövriert haben und dann plötzlich mit ihrem eigenen Magiesystem brechen - in diesem Buch übrigens die schlimmste Form: der dramatische Tod einer Figur, die dann doch überlebt hat. Bitte lieber Autoren, entweder ihr bringt es zu Ende, oder ihr lasst es, aber solche billigen Wendungen verwässern jedes BuchWer eine leichte Teenie-Romanze à la Twilight lesen will, kann gerne zu diesem Buch greifen, ich für meinen Teil werde den zweiten Band nicht mehr lesen...