Manchmal reicht schon ein Blick auf ein Kochbuch, und der Magen meldet sich. Bei Tamu war genau das so. Jane Nshuti nimmt mich mit auf eine kulinarische Reise durch Afrika und zeigt dabei nicht nur Rezepte, sondern Geschichten und Erinnerungen.
Besonders gut gefällt mir, dass Afrika hier nicht als eine einzige Küche erscheint. Von Ruanda über Ghana bis Marokko und Südafrika gibt es unterschiedliche Aromen zu entdecken. Jollof-Reis, Maniok, Gemüse-Tajine oder Amaranth machen neugierig. Bei manchen Zutaten musste ich überlegen, wo ich die bekomme. Die Hinweise zu Alternativen helfen, auch wenn nicht jedes Rezept zum Feierabendessen wird.
Dazu kommen schöne Bilder und eine persönliche Erzählweise. Tamu wirkt weniger wie ein Nachschlagewerk und mehr wie eine Einladung, sich an den Küchentisch zu setzen und Neues auszuprobieren. Vegan ist hier kein Verzicht, sondern der Beweis, wie viel Geschmack aus Pflanzen herauszuholen ist.
Kleine Abzüge gibt es für ungewöhnliche Zutaten und dafür, dass mich nicht jedes Rezept angesprungen hat. Insgesamt ist Tamu ein inspirierendes Kochbuch, das meinen kulinarischen Horizont erweitert. Mein Bauch sagt: Da geht noch was.