Nach seiner Rückkehr aus Richmond arbeitet Will Seems als Deputy. Zufällig kommt er an den Ort eines Brandes und findet in dem brennenden Haus seinen Freund Tom Janders. Dieser hat schwerste Brandverletzungen erlitten und ist verstorben. In der Nähe des Brandes wird Zeke Hathom in Gewahrsam genommen. Er beteuert, dass er nichts mit dem Brand zu tun hat. Scherrif Mills ist sofort überzeugt, dass Zeke der Täter sein muss. Er ist schließlich schwarz. Will Seems, der Zeke kennt, ist überzeugt, dass dieser unschuldig ist, gegen die Verhaftung kann er aber nichts tun. Doch er wird die Wahrheit in dem Fall herausfinden.Will Seems fühlt das Bedürfnis in seine Heimat zurückzukehren. Auch nach Jahren noch fühlt er sich schuldig, weil er damals einen Freund nicht genug unterstützt hat. Das will er wieder gut machen. Und dann findet ausgerechnet er einen Toten. In Euphoria kennt jeder jeden. Da laufen schnelle Gerüchte um und Vorverurteilungen sind alltäglich. Seems will es besser machen. Doch der Fall ist vielschichtig und es scheint so als wollten die Meisten den einfachen Weg gehen. Wenn ein Verdächtiger schon in Gewahrsam ist, dann ist es doch am einfachsten, wenn er auch schuldig ist. Dar das kann ja nicht sein. Dieser amerikanische Südstaaten Krimi ist teilweise sehr düster. Alles ist miteinander verwoben. Das geht zum Teil Generationen zurück. Es herrscht diese dörfliche Enge, die alles so schwer macht. Natürlich ist es ein Netz, das einen auch auffangen kann, aber meist nimmt es einen gefangen. Und doch kann man sich nicht leicht lösen. So wie Will, der weg war, aber doch heimgekommen ist. Bringt es ihm etwas Gutes? Das bleibt unklar. Vielleicht bestehen wenigstens gute Chancen, dem Täter auf die Spur zu kommen. Wills Ermittlungen sind spannend, aber auch deprimierend. Es kommt so manches betrübliches Detail aus Euphoria County ans Tageslicht. 3,5 Sterne