Inhalt Dieser psychologisch raffinierte und brillant erzählte Roman, ein echtes Kleinod im Werk der Colette, wurde zu einem ihrer größten literarischen Erfolge. Die ungewöhnliche Dreiecksgeschichte zwischen einem jungen Pariser Ehepaar und der Kartäuserkatze Saha, einem vollkommenen Geschöpf, ist eine eindrucksvolle Parabel auf die Unzulänglichkeit des Menschen. Scharfsinnig erzählt Colette von der Rivalität zwischen Mann und Frau, von Eifersucht und Eitelkeiten, und zeichnet zugleich das zärtliche Portrait einer klugen Katze, die den Menschen überlegen und über alle Dinge erhaben scheint.CoverSchlicht und schmeichelnd. Mir hat es sehr gut gefallen.Mein EindruckIch lese immer wieder sehr gerne Klassiker und besonders auch Klassiker von mir namentlich unbekannten Autorinnen.Die Katze ist eine kleine süße Geschichte über die Verliebtheit eines jungen Paares, das sich in engen Strukturen von Formalitäten und Moral bewegt. Es war schön zu lesen, wie sich die junge Ehe entwickelt und wie die Katze immer mehr Raum einnahm, Raum der die Verliebtheit zurückdrängte. Ein kurzer Gedanke hier und da an das Leben vorher, an eine Zeit in der Mann und Frau noch solo waren, ihren festen Platz in der Familie und Gesellschaft hatten. Und dann kam ein gemeinsames Leben, in der die Katze eigentlich keinen richtigen Platz mehr hatte und doch dabei war. Auch wenn die Katze sich einordnete, so hat sie letztlich dann doch ihrem Stammplatz behauptet, denn die Eifersucht brachte neue Entscheidungen mit sich.FazitEine schöne Geschichte für zwischendurch. 260914