Taugt für mich nicht zum Klassiker!
Chloé Caldwells Roman, nur rund 193 Seiten stark, ist im April 2025 beim @eichbornverlag erschienen und wurde von Simone Jakob ins Deutsche übersetzt. Entstanden ist der Roman bereits 2014, kursierte erst in der queeren Community, um dann vor drei, vier Jahren so richtig durch die Decke zu gehen, weil Hollywood Stars das Buch medienwirksam in die Kamera hielten. Inzwischen wird der Roman mit dem Label "Klassiker der queeren Literatur" belegt. Ich habe lange überlegt, ob ich den Roman lesen soll, denn bei solch überirdischen Vorschusslorbeeren tue ich mich mit der unbefangenen Lektüre schwer. Meist sind meine Erwartungen zu hoch, um das Werk dann tatsächlich zu mögen. Tja, Spoiler: ist auch hier wieder passiert.Um was geht's? Die Ich-Erzählerin, die Autorin selbst, berichtet von den sehr intensiven Momenten mit ihrer ersten lesbischen Liebe Finn. Ich fand die Erzählung tatsächlich ein wenig belanglos. Treffen mit Finn, Diskussion mit Finn, Sex mit Finn. Handlung dazwischen suchte ich vergeblich. Das war mir tatsächlich zu wenig, "Sweetspot" Finn trägt für mich keinen ganzen Roman, auch keinen mit nur 192 Seiten.