3.75 Sterne aufgerundet
Meerjungfrauen und Hexer, ein Königreich, in dem die Meerjungfrauen gejagt werden, und zwei Hauptfiguren, mit denen ich anfangs nicht wirklich warm geworden bin.
Im Königreich Mortia werden Meerjungfrauen verfolgt und hingerichtet. Zephyra versteckt sich dort seit sechs Monaten, nachdem ihr die Flucht aus achtjähriger Gefangenschaft gelungen ist. Als ein missglückter Raub sie in die Hände des mächtigen Hexers Arion Lithos bringt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch kurz vor ihrer Hinrichtung kommt es zu einem unerwarteten Wendepunkt. Mehr verrate ich lieber nicht, um anderen Lesern die Spannung nicht zu nehmen.
Zephyra wirkte auf mich zunächst egoistisch und feige, während Arion geradezu besessen von Macht und Weltherrschaft schien. Im Laufe der Geschichte werden jedoch die brutalen Erfahrungen sichtbar, die beide geprägt haben, und ihre Entwicklung ließ mich manches mit anderen Augen sehen.
Die Beziehung zwischen den beiden kommt nur langsam in Gang, wird dann aber überraschend spicy. Und Arion, der nach Honig, Zitrusfrüchten und Salz duftet, hat durchaus seine Vorzüge.
Die Geschichte liest sich flüssig und konnte meine Neugier aufrechterhalten. Für eine Meerjungfrauen- und Sirenengeschichte hätte ich mir allerdings mehr Meer und vor allem mehr Worldbuilding rund um die Unterwasserreiche gewünscht. Ein Großteil der Handlung spielt an Land, auch andere Aspekte hätten tiefer behandelt werden können, zum Beispiel warum seine Flügel ein eigenes Bewusstsein haben.
Der Cliffhanger lässt viele Fragen offen und mehrere Nebenhandlungen ungelöst. So viel also zum vermeintlichen Standalone! Ich möchte definitiv wissen, wie es weitergeht.