Soulmates. Das waren Emily und Daisy zu Collegezeiten. Als Mitbewohnerinnen und beste Freundinnen waren sie unzertrennlich, bis sie sich aus den Augen verloren, nachdem Daisy in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und ihr Studium schließlich abbrach.
Jahre später, inzwischen frischgebackene Mutter, sehnt sich Emily nach ihrer ehemaligen Seelenverwandten und begibt sich auf eine intensive Suche nach ihr. Tatsächlich gelingt es ihr, Daisy aufspüren. Gemeinsam bauen die beiden einen exklusiven Club für Mütter und ihre Babys auf der nach und nach außer Kontrolle gerät.
Soulmate erzählt von Freundschaft, Vertrauen und Geheimnissen, von Einsamkeit und der Kraft der Gemeinschaft. Von Klassenunterschieden, sozialem Status und Zugehörigkeit. Vor allem aber erzählt die Geschichte vom Muttersein: von der eigenen Welt, die nach der Geburt eines Kindes komplett auf dem Kopf steht, den körperlichen Herausforderungen und Spuren, die Geburt und Babyzeit hinterlassen, sowie der großen mentalen und emotionalen Belastung.
Amy Chozick schreibt unterhaltsam, mitreißend, bissig und ironisch. Gleichzeitig schafft sie eine Atmosphäre, in der unterschwellig ständig spürbar ist, dass etwas nicht stimmt, und sorgt mit einigen unerwarteten Wendungen und einem gelungenen Ende für zahlreiche Überraschungsmomente.
Soulmate war für mich eine unterhaltsame Lektüre, die mich gleichzeitig zum Nachdenken gebracht und absolut abgeholt hat.