Die Geschichte beginnt in Massachusetts im Jahre 1850. Chrystal soll plötzlich das Hexeninternat in Salem besuchen. Warum, kann sie sich nicht erklären - doch sie tut es. Es handelt sich hierbei um gute Hexen. Doch sie haben böse Gegenspieler: Hexenmeister Obsidian und seine Goldene Liga.
Eines Tages reist Chrystal unbeabsichtigt 150 Jahre in die Zukunft. Dort muss sie sich nicht nur zurechtfinden, sondern sie begegnet auch Ronan. Ronan ist ein Erbe Obsidians und der Liga.
Chrystal erfährt, welche Fähigkeit und welche Macht sie besitzt; wer sie wirklich ist - eine Erkenntnis, die alles für sie verändert. Chrystal soll die Liga für immer besiegen. Wird sie sich dazu entschließen? Wird ihr das gelingen? Und was ist mit Ronan?
******
Hexen, ein Internat, das 19. Jahrhundert ... das klang einfach perfekt, nach einer richtig guten Geschichte, die perfekt in die dunkle und kalte Jahreszeit passt.
Das empfohlene Lesealter passt.
Gina Mayers Schreibstil ist gut lesbar. Die Geschichte ist auch durchaus bildhaft - für unseren Geschmack könnte sie aber gerne noch viel atmosphärischer sein.
Die Figuren und die Handlung bleiben eher simpel und man erfährt noch relativ wenig über sie. Da es aber mehrere Bände geben wird, soll das nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Aber generell blieb uns schon vieles zu oberflächlich.
Für uns lag der Reiz in einer historischen Hexengeschichte. Das hatten wir erwartet. Wir dachten beim Lesen der Leseprobe schon, dass es viel zu schnell - nach wenigen Seiten - schon 150 Jahre in die Zukunft geht. Das 19. Jahrhundert spielt eine viel zu kleine Rolle. Man erfährt viel zu wenig über das Hexeninternat in Salem zu dieser Zeit. Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt; in dieser Hinsicht wurden unsere Erwartungen leider total enttäuscht.
School of Witches vereint Hexen, Internat, Freundschaft, den Kampf zwischen Gut und Böse, Spannung und Gefahr sowie die erste Verliebtheit. Für die Zielgruppe, im empfohlenen Lesealter, dürfte das perfekt funktionieren, vor allem für Mädchen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Geschichte nichts für Jungs ist und sich auch ältere Mädchen damit langweilen. Dafür ist sie einfach zu simpel, zu sehr auf ein junges Lesealter zugeschnitten.
Die Idee ist toll, aber es wurde Potenzial verschenkt. Insbesondere wenn das Hexeninternat im 19. Jahrhundert viel mehr Raum bekommen hätte, hätte man die Geschichte viel besser und fesselnder und einzigartiger machen können. So ist es leider insgesamt nicht das, was man sich von einer Hexenreihe erwartet und erhofft, sodass man eher enttäuscht ist.
Das zeigt sich auch an den Illustrationen innen, die durchgehend auf sehr junge Leserinnen zugeschnitten sind.
Es war also leider kein Highlight für uns. Es ist definitiv noch Luft nach oben vorhanden. Allerdings haben wir diesen Auftaktband dennoch nicht ungerne gelesen.
Hinten findet sich noch eine Leseprobe zu Band 2. Wir sind trotz der Kritikpunkte irgendwie neugierig, wie es weitergeht, und werden die Reihe wohl weiterverfolgen und den nächsten Band lesen.