Es ist wie bei jeder Kunst. Dem einen gefällts, dem anderen nicht.
Dieses Buch ist keines, das man heimlich in der Kirchenbank einer Beerdigung liest. Die Lacher könnten sehr unangebracht sein. Wer Torsten Sträter kennt, wird wissen, dass er ein wenig thematisch springt. Das muss man mögen. Und so finden sich dann immer wieder Sätze wie "Ich bin vom Thema abgekommen" oder "Zurück zum Thema".Es gibt keinen roten Faden oder durchgehende Geschichte, die er erzählt, sondern es ist Sammelsurium von Texten, die dem ein oder anderen Auftritt entsprungen sind. Er selbst nennt das dann "Meiner Meinung nach gute Geschichten aus den letzten paar Jahren".Die Episoden sind ja oftmals deshalb lustig, weil die Leser diese Situationen kennen, die er so verhackstückelt. So manches kommt dem Leser sehr bekannt vor, wie z.B. die Eisdielen-Servietten, mit denen man nichts anfangen kann. Und weil der Leser all das nachvollziehen kann, was Herr Sträter schildert, ist es gleich doppelt lustig. Allerdings ist es von Vorteil, im Westen Deutschlands zu leben oder gar aufgewachsen zu sein, um etwas mit den Begriffen Köln-Porz oder Centro anzufangen. Wer die Örtlichkeiten nicht kennt, wird nicht immer den Witz nachvollziehen können.Ich finde es erstaunlich, dass die Texte genau so formuliert sind, wie er sie auf der Bühnen wiedergibt. Und ich habe mich ein ums andere Mal gefragt, ob Torsten Sträter wirklich einen derart ausformulierten Text auf der Bühne in der Hand hält, oder ob das Buch eher das Ergebnis der Lektorin ist.FazitEs ist wie bei jeder Kunst. Dem einen gefällts, dem anderen nicht. Da liegt es auf der Hand, dass sich dieses Buch an jene richtet, die mit dem Humor von Torsten Sträter etwas anzufangen wissen. Es macht wenig Sinn, dieses Buch zu kaufen, wenn man den Comedian nicht mag. Logisch. Glaube ich. Nun, es dürfte den Leser meiner Rezension nicht verwundern, dass ich ihn mag. Also seinen Humor und nicht ihn persönlich. Ich kenne ihn ja gar nicht.