Im Verborgenen existiert eine Welt voller Magie, von der wir nichts ahnen: Parallel zu großen Städten unserer Welt liegen Sphären im sogenannten Helldunkel, in denen magiebegabte Menschen leben, weil sie in unserer Welt gejagt werden. Zwei Sphären davon, nämlich das Lumiera der rein männlichen Luzeros und das Serenissima der ausschließlich weiblichen Obskura, sind seit Jahrhunderten verfeindet. In Serenissima, das unserem Venedig entspricht, lebt Stella, die sich im letzten Jahr der Ausbildung zur Obskura-Agentin befindet. Aufgewachsen in dem Wissen, dass ihre Mutter als Verräterin die Obskura verlassen hat, versucht Stella alles, um zu beweisen, dass sie anders und loyaler ist. Doch bei ihrem ersten Trainingsauftrag kommt eine Agentin zu Tode - ermordet von einem Luzero. Stella jagt ihm nach und entreißt ihm eine Kette, die sonst nur Obskura tragen. Was hat das zu bedeuten? Sie meldet den Vorfall, wird jedoch von dem Fall abgezogen. Stella kann es jedoch nicht auf sich beruhen lassen und ermittelt auf eigene Faust weiter. Doch was sie erfährt, lässt sie an allem zweifeln, was sie seit ihrer Kindheit für wahr hielt. . .
Was passiert, wenn eine magische Agentin à la James Bond, aber ausgebildet im Red Room der Black Widow, auf einen gutaussehenden Attentäter aus dem verhassten feindlichen Lager des Patriarchats trifft? Es wird spannend und es knistert! Die Welt von Stella Obskura ist geprägt von Gegensätzen: Verrat und Loyalität liegen ebenso nah beieinander wie die Frage nach Gut und Böse, Männlichkeit und Weiblichkeit, Lügen und Wahrheiten, und Konkurrenzkampf und Schwesternschaft. Man mische noch eine Prise Magie hinzu et voilà: Man steckt in einer fantastischen Spionagegeschichte mit einem undurchsichtigen Love Interest und stutenbissigen Kolleginnen!
Wer Romantasy mit starken weiblichen Protagonistinnen mag, ist bei Stella Obskura an der richtigen Adresse! Ich habe die Meeresglühen-Reihe von Anna Fleck geliebt und habe nun mein Herz auch an Stella Obskura verloren. Die Story war an keiner Stelle langatmig und mir gefällt, wie wir als Leser mit Stella mitzweifeln, mitspekulieren und -raten, und ich war mindestens genauso oft geschockt wie die Protagonistin selbst. Diese Geschichte hat am Ende des ersten Bandes mehr Geheimnisse aufgeworfen als enthüllt - was ich für einen sehr schlauen Schachzug halte. Ich bin sehr gespannt auf den Fortgang und hoffe, dass es nicht mehr all zu lange dauert bis dahin.