
Abend für Abend sitzt der Sohn neben seiner sterbenden Mutter und liest ihr die Briefe ihres reichhaltigen Lebens vor. Die beiden vergessen darüber, wie sie immer schwächer wird. «Ich will nicht mehr leben», sagte die Mutter Wochen zuvor. Besserung gibt es bei ihrer Krankheit nicht mehr, sie würde nun für alles Hilfe brauchen, nichts mehr selbstständig tun können.
Anderthalb Jahre zuvor hatte Lothar Frenz seine Mutter zu sich nach Hamburg in ein gutes Pflegeheim geholt. Der Umzug machte Eindruck: «Ihr wollt noch was zusammen», hörte er bald der Beginn ihres «letzten Abenteuers», wie es die Mutter nannte. Von diesem Weg erzählt Lothar Frenz. Davon, wie man gemeinsam Entscheidungen trifft, auch über das Ende von Behandlungen. Wie er sich auf den Schlag vorbereitet, den er so lange gefürchtet hat. Aber auch davon, wie die traurigste Zeit in seinem Leben zugleich eine der schönsten wird. Als die Mutter in seinen Armen stirbt, staunt er über seine Gelassenheit. Voller Wärme und Zuwendung zeigt Lothar Frenz, wie viel Leben im Sterben stecken kann. Und er fragt: Warum bereiten wir uns nicht besser auf das Lebensende vor und schenken ihm jene Aufmerksamkeit, die es verdient?
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