Es gibt nichts besseres als eine gute Dystopie. Und genau das hat Brooke Fast uns mit To Cage a Wild Bird gegeben. Es gibt ein düsteres Setting, es ist spannend und das beste: Enemies-to-lovers, was will man da mehr?Raven ist Kopfgeldjägerin. Der Job ist nicht nur gefährlich, sondern sorgt auch dafür, dass sie von ihren eigenen Leuten verachtet wird. Für sie ist das jedoch der einzige Weg, ihren kleinen Bruder zu beschützen. Doch als dieser sich plötzlich in genau dem grausamen Gefängnis wiederfindet, in dem auch Ravens Beute landet, muss sie ebenfalls dorthin, um eine gemeinsame Flucht zu planen. Nicht dass das bisher jemals jemandem gelungen wäre...Raven ist ein sehr interessanter Charakter. Sie ist hart und scheut sich nicht davor, unmoralische oder gefährliche Dinge zu tun, um die Personen, die ihr etwas bedeuten, zu beschützen. Die Entwicklung, die Raven im Gefängnis durchmacht, ist besonders bemerkenswert. Sie sieht sich auf einmal gezwungen, anderen Personen zu vertrauen, was ihr gar nicht passt. Vor allem beim Gefängnisaufseher Vale hat sie ein Problem damit. Kann sie ihm wirklich vertrauen? Die Dynamik zwischen den beiden hat mir unglaublich gut gefallen und es ist offensichtlich, dass Vale etwas zu verbergen hat. Es ist als gleichzeitig spannend, immer mehr über die Charaktere herauszufinden und gleichzeitig zu beobachten, wie sie einen Fluchtplan schmieden. Langweilig wird es nie. Dafür ist es viel zu gefährlich. An jeder Ecke lauert eine Gefahr, überleben ist schon anstrengend genug. Aber auch die anderen Charaktere sind unfassbar spannend und vielschichtig. Die Dynamik zwischen Grey und Raven ist zum totlachen und natürlich gibt es auch die einen oder anderen Arschlöcher.Mir hat einfach jede einzelne Seite gefallen, es war spannend von Anfang bis Ende. Mein einziger Kritikpunt ist, dass ich jetzt so lange warten muss, bis ich weiterlesen kann.