Dieses Buch zu lesen, fühlte sich an wie der Schritt in ein vergessenes Märchen. Nicht laut, nicht aufdringlich, aber von einer tiefen, greifbaren Magie durchzogen.Sybil ist zwar keine echte Prinzessin, und doch fühlt sie sich so an. Nicht wegen einer Krone oder eines Titels, sondern wegen der Art, wie die Geschichte sie behandelt: mit Ehrfurcht, Sanftheit und einer stillen Stärke. In Kombination mit einem "wahren Ritter" entsteht hier eine Romanze, die sich zeitlos anfühlt - beinahe mythisch.Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit ein filmreifes Panorama im Kopf: Rüstungen im Mondlicht, leise geflüsterte Hingabe, Momente voller Bedeutung. Jedes Kapitel wirkte wie eine Szene aus einem Epos über Ritter und Prinzessinnen, die direkt in Worte übersetzt wurde.Was dieses Buch so besonders macht (und das ist heutzutage im Romantasy-Genre leider selten geworden): Es verlässt sich nicht auf Schockmomente oder Tempo. Es verlangt förmlich danach, jeden Satz und jeden Augenblick auszukosten. Die Geschichte lebt von ihrer Atmosphäre, der Sehnsucht und diesem altmodischen Sinn für Ritterlichkeit und Staunen, das man heute kaum noch findet.Und mein Gott, Bartholomew? Nichts hätte mich darauf vorbereiten können, mich in einen Wasserspeier zu verlieben.The Knight and the Moth ist eine wunderschöne, leise und doch kraftvolle Geschichte, die sich wie ein episches Märchen anfühlt. Zusatzpunkte gibt es definitiv für den Humor!