Fesselnder Abschluss der Reihe: starke Figuren, clever verknüpfte Rätsel, großartiger Schreibstil ¿ für mich ein echtes Jugendbuch Highlight
INHALTAvery hat es fast geschafft: In wenigen Wochen lebt sie seit einem Jahr auf Hawthorne House und hat damit die Bedingungen für ihr Milliardenerbe erfüllt. Auch das Zusammenleben mit den Hawthorne-Brüdern klappt mittlerweile ausgesprochen gut, sie stellen eine eng verbundene Einheit dar, die aufeinander Acht gibt. Doch eines Tages erscheint eine unerwartete Besucherin am Tor und bitte um Hilfe - und ruft damit einen weiteren Widersacher auf den Plan, der mit seinen Spielchen alles zum Einsturz bringen kann.MEINUNGEinmal abgesehen davon, dass ich den Schreibstil von Jennifer Lynn Barnes im Gegensatz zu manch anderen als wirklich angenehm, flüssig und fesselnd empfinde, stellt für mich die "The Inheritance Games"-Reihe ein kleines Meisterwerk im Jugendbuch-Genre dar. Die Protagonisten haben eine unerwartete Tiefe und Barnes lässt ihnen in den Romanen ausreichend Raum für Entwicklungen. Bei der Lösung der Rätsel ist es für die Leserinnen zwar nicht möglich, selbst mitzuknobeln, die Verknüpfungen - auch die verwandtschaftlichen - sind aber außerordentlich umfangreich und spannend herausgearbeitet.Einzige die eingebaute Liebes- bzw. Dreiecksgeschichte wirkt auf mich eher hölzern und auf eine Zweckgemeinschaft ausgerichtet. Wenn sich Partner nur unter Zuhilfenahme eines Codewortes die Wahrheit sagen, fehlt es der Beziehung an Tiefe und Vertrauen. Aber da die Protagonisten generell etwas verkorkst sind, passt wohl auch diese Art der Beziehung zu ihrem Leben.FAZIT"The Inheritance Games - Der letzte Schachzug" schließt die Reihe perfekt ab (obwohl mit "The Brothers Hawthorne" und "Games untold" ja noch ein paar weitere Details zur Geschichte erschienen sind) und verknüpft die losen Enden. Die Reihe ist auf jeden Fall lesenswert!