In dem Buch "Water Moon" von Samantha Sotto Yambao geht es um ein besonderes Pfandleihhaus. In diesem Pfandleihhaus können Menschen Entscheidungen, die sie bereuen gegen ihren Seelenfrieden eintauschen. Als die Tochter des Inhabers, Hana, an dem Morgen, an dem sie das Pfandleihhaus von ihrem Vater übernehmen soll, findet sie den Laden völlig verwüstet vor. Ihr Vater ist verschwunden und eine Entscheidung fehlt. Plötzlich betritt Keishin den Laden und beschließt, Hana zu helfen, ihren Vater zu finden. Ab diesem Moment beginnt eine fantastische Reise durch Hanas Welt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich konnte gut in das Buch einsteigen und bin zügig vorangekommen beim Lesen.
Die Geschichte als solche fand ich einfach magisch. Die Autorin hat hier eine Welt geschaffen, die man sonst nur aus seinen Träumen kennt. Ich war von der ersten Seite bis zur letzten Seite sehr beeindruckt von den ganzen besonderen Orten, die beschrieben wurden.
Als Protagonisten fand ich Hana und Kei sehr interessant.
Hana wirkte auf mich wie eine Person, die ihr Schicksal, das Pfandhaus zu übernehmen nicht annehmen wollte und mit sich gehadert hat. Gleichzeitig zeigt sie sich aber auch mutig und zuversichtlich und gibt auf der Suche nach ihrem Vater nicht auf. Kurzzeitig habe ich an ihr gezweifelt, als sie Kei opfern wollte, aber auch in diesem Moment hat sie wieder eine starke und mutige Entscheidung getroffen: ihre Familie zurückzulassen und Kei zu retten.
Kei empfand ich zunächst als den typischen Nerd. Er lebt in seiner Wissenschaftswelt und das normale Leben zieht einfach an ihm vorbei. Später im Buch erfährt man noch, warum er sich so in seine Wissenschaft flüchtet. Trotzdem fand ich seinen Charakter im Buch auch sehr beeindruckend, denn er hat in einer ihm unbekannten Welt immer zu Hana gehalten und allen Gefahren getrotzt.
Im Verlauf der Geschichte bemerkt man schließlich, dass nicht nur die Suche nach Hanas Vater im Mittelpunkt steht, sondern die Hintergründe vom Tod von Hanas Mutter, Hanas eigenes Geheimnis und der Zwiespalt zwischen einem vorherbestimmten Leben und der Möglichkeit alles frei zu entscheiden. Das Treffen oder eben Nicht-Treffen von Entscheidungen spielt eine große Rolle.
Für mich persönlich war das Buch "Water Moon" romantisch und abenteuerlich, berührend und traurig. Es war spannend und hat mich zum Nachdenken gebracht. Es hat mich eingehüllt wie eine warme Decke. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so in seinen Bann gezogen hat und mich nach dem Beenden der letzten Seite mit einem einzigen Gedanken zurückgelassen hat: Wow.
Das Buch habe ich bereits mehreren Person empfohlen und empfehle es definitiv auch noch anderen weiter.