In einem abgelegenen Schrein nahe Tokio ermöglicht ein uralter Baum ein besonderes Ritual: Menschen dürfen dort etwas hinterlassen, was das Leben ihrer Angehörigen beeinflussen kann. Als Reito diesem Geheimnis auf die Spur kommt, lernt er dabei mehr über seine Herkunft, sich selbst und die Bedeutung von Familie.¿Wir erleben die Ereignisse aus Reitos Sicht. Mit ihm erfahren wir nicht nur die Geschichte seiner eigenen Familie, sondern auch die von noch zwei weiteren. Ich wurde mit den Charakteren allerdings nicht so richtig warm, keiner wirkte besonders sympathisch auf mich. Reito macht insgesamt aber eine große Entwicklung zum Positiven durch. Hin und wieder blitzt da ein bisschen Humor durch, was mir gefallen hat. ¿Das Setting ist ganz interessant. Die Dialoge und der Umgang miteinander wirken auf mich jedoch befremdlich und distanziert, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass dieses Verhalten aufgrund der japanischen Mentalität authentisch ist. Es geht um Familie und Zusammenhalt, Vergangenheit, Schuld und Vergebung, Identität und Herkunft. ¿¿ Die Legende um den Kampferbaum finde ich wirklich sehr schön. Es hat aber ewig gedauert bis das Geheimnis endlich gelüftet wurde. Für mich war die Handlung langatmig und meistens leider auch nicht besonders spannend. ¿ Ich muss sagen, dass ich anhand des Klappentextes irgendwie auch was anderes erwartet hätte, vor allem weniger magischen Realismus. Übrigens spoilert der Klappentext auch eigentlich schon das ganze Geheimnis, sowas ärgert mich wirklich extrem. Deswegen habe ich mich mit der Beschreibung des Inhalt auch bewusst wage gehalten. ¿