In einem abgelegenen griechischen Bergdorf markieren die zwölf Raunächte den Übergang ins neue Jahr. Doch alte Überlieferungen erzählen von dunklen Wesen, den sogenannten Kalikanzari, die in dieser Zeit auftauchen und einen hohen Preis fordern. Als die 22-jährige Daphne nach der Weihnachtsmesse einer geheimnisvollen jungen Frau begegnet, entsteht sofort eine magische Anziehungskraft zwischen ihnen. Während der Feierlichkeiten wächst ihre Nähe - bis klar wird, dass Ioanna mehr verbirgt, als sie preisgeben kann. Außerdem scheint ihre Verbindung nur innerhalb der Raunächte Bestand haben zu können.¿¿ Die Twelve of Nights-Dilogie verbindet griechische Mythologie mit einer intensiven Liebesgeschichte. Das winterlich mediterrane Setting, die mystischen Raunächte mit ihren Bräuchen und geheimnisvollen Legenden schaffen eine ganz besondere, teilweise eher düstere Stimmung.¿Bisher habe ich noch nie etwas über die Raunächte gelesen. Dementsprechend fand ich die Idee und Umsetzung sehr spannend. Als Griechenland-Liebhaberin war es natürlich die perfekte Kulisse für mich. ¿¿ Der erste Band baut Atmosphäre und Spannung auf, während der zweite diese vertieft und abrundet. Die Geheimnisse um die Kalikanzari und deren Ursprung werden weiter erforscht. Die Figuren stehen vor größeren Herausforderungen. Es geht um Ängste, den Umgang mit Schmerz, Verlust, Trauer. Innere Konflikte, Charakterentwicklung und zwischenmenschliche Beziehungen stehen im Vordergrund. Wir erleben den ersten Teil aus den Perspektiven von Daphne und Ioanna. Im zweiten Teil kommt noch die von Aris hinzu.¿Es gibt einige zeitliche Sprünge, welche zwar gut gekennzeichnet sind, dennoch fand ich es oft ziemlich schwer mich dort gedanklich und auch emotional zurechtzufinden. ¿Definitiv eine Empfehlung für alle, die Romantasy, griechische Mythologie, emotionale Tiefe und queere Repräsentation mögen. Wer actionreiche Fantasy sucht, wird hier allerdings eher nicht fündig. ¿