Tolle Atmosphäre, slawische Mystik und eine wunderbare Lovestory ohne von Spice überlagert zu werden.
Ich fand nur schwer in die Geschichte hinein, aber nach den ersten Kapiteln hat mich das Buch fasziniert und in eine andere Welt schauen lassen. Was mich aber wirklich genervt hat, war die Notwendigkeit immer wieder den polnisch-deutschen Übersetzer zu benutzen. Man hätte mit einem Glossar die Fabelwesen der slawischen Mythologie genauso erklären können wie polnische Speisen. Manche Begriffe wie "Sukmana" hätte man auch durch "Mantel" ersetzen können, ohne der Geschichte ihren Reiz zu nehmen.So genug gemeckert.Die Atmosphäre des Buches ist einfach im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch. Sie passt sich dem Inhalt auf fast magische Weise an, ist mal melancholisch mal fröhlich, mal wieder voller Hoffnung und dann wieder Traurigkeit erzeugend. Diese Stimmungswechsel haben mich emotional sehr berührt.Die ProtagonistInnen Liska und der Leszy sind mir im Laufe der Geschichte unglaublich ans Herz gewachsen, ich habe mit Ihnen gefühlt und hatte manchmal das Gefühl direkt mit Ihnen, über den reinen Text hinaus, verbunden zu sein. Aber durchschaut habe ich sie lange nicht wirklich. Wer meint es ernst, wem kann man trauen und wem nicht. Da glaubt man sich sicher, alles verstanden zu haben und stellt dann fest, dass es doch noch weitere Geheimnisse gibt, die alles in gewisser Weise wieder auf den Kopf stellen. Innerhalb des Buches entwickeln sich die Persönlichkeiten deutlich, aber so, dass es absolut nachvollziehbar bleibt.Die Sprache des Buches ist leise, aber wirkungsvoll. Die Sätze sind teilweise unglaublich schön formuliert, so dass sie einem im Gedächtnis bleiben.Für mich ist "Wo die Nacht verweilt" ein Buch über Dunkelheit und Licht, über Trauer und Glück. Eine wichtige Aussage des Buches war für mich, dass nicht alles, was böse wirkt, auch böse ist und nicht alles, was gut zu sein scheint, auch gut ist. Manchmal muss man hinter die Fassade schauen und viele Dinge, die sich scheinbar widersprechen, können oft miteinander oder zumindest nebeneinander existieren.Am Ende hatte ich tatsächlich Tränen in den Augen, was mir nicht so oft passiert. Kommt wohl davon, wenn alte Menschen Jugendbücher lesen. Der letzte Satz des Buches lässt mich ratlos, aber zumindest nicht hoffnungslos zurück.Wer Märchen mag, die ja meistens auf Mythologien zurückgehen, sollte dieses Buch lesen.BeschreibungUm in ihrem von Aberglauben geprägten Heimatdorf ein ruhiges Leben führen zu können, möchte Liska ihre magischen Kräfte mithilfe der sagenumwobenen Farnblüte für immer loswerden. Doch die wächst tief im Wald, wo nichts ist, wie es scheint ... Nachdem Liska einen Handel mit dem dämonischen Wächter des Waldes, dem Leszy, eingegangen ist, wird ihr schnell klar, dass er etwas vor ihr verbirgt. Gefahr droht, Liska findet ungewöhnliche Verbündete und muss sich schließlich fragen, ob ihre Magie sie tatsächlich zu einem Monster macht - und ob der Leszy ein solches Monster ist."Schaurig-schöne Fantasy, inspiriert von der slawischen Mythologie." "Mit einer spannenden Geschichte entführt die Autorin die Lesenden in die Welt der polnischen Sagen und Dämonen." ("Der evangelische Buchberater")"Die tolle fantastische Geschichte bringt eine magische, geheimnisvolle Atmosphäre mit sich welche manchmal auch ins schaurige umschlagen kann. Dabei kommen die Gefühle jedoch nie zu kurz. Für mich ist dieses Buch eindeutig eine Empfehlung wert. (16 Jahre)" - Altenburg Club der anoymen Bookoholiker für die AG Jugendliteratur und Medien der GEW ("AJuM - AG Jugendliteratur und Medien der GEW")