Es geht aber nicht nur darum, sich gesund zu ernähren, sondern darum, dass sich Kinder mit ihren (Groß)Eltern das Essen selbst zuzubereiten.
In jeder Familie (einer Wohlstandsgesellschaft) dürfte dies Thema sein. Die Kinder essen kein Gemüse und nur wenig Obst. Wie in vielen Ratgebern kommt der Zauberstab zum Einsatz, so auch hier. Neben dem Pürierstab gibt es aber natürlich den klassischen Mixer oder die Küchengeräte, die ein deutscher Staubsaugerhersteller bekannt gemacht hat und von denen es mittlerweile zahlreiche Varianten gibt.Die Strategien, den Kindern gesundes oder zumindest gesünderes Essen zu geben, ähneln sich. Um es mal salopp auszudrücken, schmeiße alles in einem Topf und püriere es. Das Entscheidende dabei, dass das Kind es selbst zubereitet und dann sieht, was es isst. Bei unseren drei Jungs hat das auch bis zu einem gewissen Alter funktioniert. Damit es geschmacklich zusammen passt, gibt dieses Kochbuch viele Anregungen und Tipps mit zahlreichen Rezepten.Das Buch ist aber kein einfaches Rezeptbuch, sondern die Rezepte werden in eine Geschichte eingebaut, in der der kleine Mika zusammen mit seiner Großmutter Trudi zahlreiche Dinge ausprobiert. Über diesen Weg werden auch grundsätzliche Dinge in der Küche erklärt, wie z.B: der Umgang mit scharfen Utensilien oder elektrischen Geräten. Mit diesem Basiswissen begeben sich die beiden dann auch an vollständige warme Mahlzeiten. Auch ohne Zauberstab. Und ganz nebenbei erklärt die Oma die Funktionsweise des Verdauungstrakts, die unterschiedlichen Vitamine und Spurenelemente und auch die Ernährungsempfehlungen.Es geht aber nicht nur darum, sich gesund zu ernähren, sondern darum, dass sich Kinder zusammen mit ihren Eltern oder Großeltern die Zeit nehmen, um ihr Essen selbst zuzubereiten. Das gilt dann auch für Burger und Pizza. Dieses Sachbuch soll das Verständnis rund um die Essenszubereitung vermitteln, aber auch zeigen, dass Selbstgemachtes zwar aufwändiger zuzubereiten ist, aber oftmals leckerer schmeckt. Und das macht dieses Kindersachbuch ganz gut.Es kommt zwar nur vereinzelt vor, aber Superfood sollte meines Erachtens vermieden werden, denn dieses kommt meist aus Übersee, und es gibt immer gute europäische Alternativen. Eine Alternative zu Chiasamen sind z.B. Leinsamen.