Vier Frauen greifen nach den Sternen - wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise!
Ailis und ihre Cousine Donna Hard interessieren sich seit jeher für Technik. Sie kommen in ein Mädcheninternat, wo neben den klassischen weiblichen Fächern auch naturwissenschaftliche Fächer unterrichtet werden. In Schottland im 19. Jahrhundert ist dies eine Sensation! Mit von der Partie sind ihre Cousine Haily, die sich zwar nicht für diese Themen interessiert, deren Mutter aber fürchtete, ihre geliebte Tochter könnte ausgeschlossen werden, sowie Emily, die Tochter von Dienstboten, die seit sie ein Baby war von Haily Hard als Besitz gesehen wird. Emilys besonderes Interesse gilt ihrer Gans Gooby und damit der Zoologie. Im Laufe des Buchs wachsen die vier heran und entwickeln ihre eigenen Vorlieben und Stärken. Doch ihren Träumen stellt sich immer wieder die Wirklichkeit entgegen. Frauen, die studieren sind selten. Auch die Familien sehen dies skeptisch. Der Sinn einer Frau ist schließlich die Heirat und das Zeugen von Nachkommen. Dieses Schicksal ereilt Ailis. Doch sie und auch die anderen kämpfen für ihre Träume. Es war spannend, aber auch immer wieder frustrierend zu lesen, wie Frauen vor 150 Jahren dafür kämpfen mussten, Ernst genommen zu werden. Und wie Männer nicht glauben konnten, dass Frauen technische Berufe genauso ausüben können wie sie. Es ist bewundernswert, wie die 4 immer wieder gegen das Patriarchat ankämpfen, auch wenn Haily (so unsympathisch sie auch ist) es noch am einfachsten hat. Der Roman war leicht schwächer als die Neuseeland-Romane von Sarah Lark. Dort habe ich immer noch mehr mitgefiebert. Daher ein Stern Abzug, aber insgesamt ein tolles Buch!