Spannungsarme Geschichte, die mehr Beschreibungen verbirgt, als einen unheimlichen Plot
Auf "Berge des Wahnsinns" von H. P. Lovecraft war ich sehr gespannt gewesen und ärgerte mich auch erst einmal, dass das Buch jetzt im Buchclub gewählt wurde, denn ich wollte mir die teurere Ausgabe mit den schönen Illustrationen kaufen. Allerdings kam der Gehaltscheck noch nicht und so musste ich, weil die Zeit immer begrenzt ist, zu einer günstigeren Variante greifen. Zum Glück würde ich jetzt sagen, denn nachdem der Anfang so unfassbar spannend war, quälte ich mich nunmehr die restlichen Seiten durch endlose Beschreibungen von irgendwelchen mysteriösen Bauten. Ich persönlich brauche das nicht. Ich verliere mich ungern in endlosen Beschreibungen, denn oftmals habe ich sofort ein Bild vor Augen. Wenn dann statt der Handlung, Autor:innen in endlosen Beschreibungen abdriften, verwirrt mich das eher und ich kann mir dann gar nichts mehr so wirklich vorstellen. Ich neige oft dann auch dazu, solche Seiten zu überblättern, weil es mir grundlegend einfach egal ist. Egal waren mir in "Berge des Wahnsinns" die beiden Charaktere, die die ganzen Erlebnisse schildern. Da über sie nur zu Anfang ein paar Bruchstücke bekannt wurden und es im Anschluss um nichts weiter geht, als das Gesehene zu beschreiben, konnte ich zu keinem der Beiden einen Zugang finden. Somit war mir deren Schicksal grundlegen dann auch egal. Es ist wirklich schade, denn ich hatte so viel Lob über "Berge des Wahnsinns" gehört und hatte mich auf das Buch sehr gefreut, denn ich hatte bereits schon mehrere Pen & Paper Spiele aus der Cthulu Welt gespielt. Und im Buchclub gab es auch schon das Buch und Hörbuch "Der Schatten über Innsmouth", welches ich wirklich spannend und teilweise auch schaurig fand.Mit Spannung kann "Berge des Wahnsinns" leider gar nicht dienen, es ist eher ein Bericht, wer das mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Andere, die vielleicht eine mystische, schaurige und spannende Geschichte erwarten, werden leider leer ausgehen.