Eine wunderbare Geschichte, die Zwanziger mit all ihren Freuden und Problemen portraitiert und sie mit philosophischen Gedanken kombiniert!
Wir folgen Eileen und Alice durch ihre völlig unterschiedlichen Lebensumstäne - und dennoch sind sie beste Freundinnen, die sich lange Mails über ihr Liebesleben, aber auch über die Welt um sie herum schreiben - unter anderem über Kunst, Schönheit, Katastrophen und Politik. Doch ausserhalb dieser Mails leben sie ihr Leben: Eileen arbeitet schlecht bezahlt bei einem Literaturmagazin, während Alice selbst Romane schreibt und als erfolgreiche Schriftstellerin an der Küste lebt. Teilhaben an diesen Leben dürfen auch die jungen Männer Simon und Felix, die auf eine solch unterschiedliche Art und Weise die Blicke der jungen Frauen auf sich ziehen. Gemeinsam versucht die Truppe, trotz all den Schwierigkeiten die Schönheit der Welt zu entdecken - und so herauszufinden, was es bedeutet, Mensch zu sein. Die irische Autorin Sally Rooney erforscht, wie so oft, die Dynamiken, die zwischen diesen Menschen herrschen - und dies auf eine faszinierende und erfrischende Art und Weise. Nichts wirkt mühsam konstruiert, nur damit der Plot funktioniert. Stattdessen scheint die Schrifstellerin, wie sie in einem Interview selbst beschreibt, schlicht den Figuren in ihrem Kopf zu folgen, und dies zu Papier zu bringen. Ich habe es total genossen, dieses Buch zu lesen, auch wenn die Geschichte keinesfalls unbeschwert ist, sondern Lebensumstände zeigt, die heute so existieren, und die einem das Leben nicht immer leicht machen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen :) PS: Ich fand's sogar noch besser als "Normal People" ;)