Eschbach nimmt die Figur ernst, schreibt richtig packend und macht daraus eine Lebensgeschichte, die nicht nur für Fans funktioniert.
Ich war schon beim Ansatz sofort angefixt: Perry Rhodan als Biografie, aber als Roman erzählt, und dann auch noch von Andreas Eschbach. Da dachte ich direkt: Das kann richtig groß werden. Und genau das ist es für mich auch geworden.Eschbach erzählt Perrys Weg von ganz früh an, durch die prägenden Jahre, und dann weiter bis in die Phase, in der aus dem Menschen langsam diese Figur wird, die wir seit Jahrzehnten begleiten. Zeitlich geht das von Perrys Anfängen bis in die frühen bis mittleren Siebziger. Also nicht nur "vor dem großen Ding", sondern rein in die Jahre, in denen es ernst wird: Entscheidungen, die nicht mehr klein sind, Verantwortung, die hängen bleibt, und dieses Gefühl, dass aus einem Leben plötzlich Geschichte wird.Was mich dabei so gekriegt hat: Es liest sich wie ein richtig guter Roman, nicht wie ein Fan-Extra. Du hast Tempo, starke Szenen, und eine Nähe zu Perry, die ich so nicht erwartet hab. Der ist hier nicht nur der strahlende Typ auf dem Cover, sondern jemand mit Ecken, Druck auf den Schultern und Momenten, wo man merkt: Der trägt das nicht einfach weg, der muss da durch.Und Eschbach kann das einfach. Er schreibt klar, zieht dich rein, und er macht aus dem Mythos was Greifbares, ohne es kaputt zu erklären. Ich hatte beim Lesen oft dieses Fan-Grinsen, aber nicht, weil da dauernd mit dem Zaunpfahl gewunken wird, sondern weil der Ton stimmt. Das fühlt sich respektvoll an, aber trotzdem lebendig und spannend.Unterm Strich: Mich hat's voll abgeholt. Ich war schnell drin, ich bin bis zum Ende dran geblieben, und ich hab danach noch länger drüber nachgedacht. Genau so will ich das bei Perry Rhodan.Euer Seitenfresser Michael a.k.a. Maik L.