Zélie erinnert sich noch an die alte Zeit, als es in ihrer Heimat noch Magie gab. Doch die magisch Begabten, die Maji, wurden unterdrückt und getötet, aus Rache und Machtsucht, ihre Kinder als Maden verachtet und versklavt. Als Zélie auf die Prinzessin Amari trifft eröffnet sich ihr eine einzigartige Chance, die Magie zurück nach Orisha zu bringen.Die Welt, die Tomi Adeyemi hier erschaffen hat, gefällt mir sehr gut. Ich konnte mir alles genau vorstellen. Das Magiesystem ist nicht ganz neu, es gibt mehrere Klassen, die alle eine andere Macht beherrschen: Wasser, Feuer, Erde, Wind, Zeit, Gedanken, Licht/Schatten, Leben und Tod. Das kennt man schon aus anderen Welten, wie z.B. dem Grisha-Universum, aber es ist hier sehr gut umgesetzt und passt gut zur Geschichte.Den Schreibstil von Adeyemi mochte ich ebenfalls sehr gerne. Es war überwiegend sehr spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Zwischendurch gab es ein paar kleinere Längen und die Love-Hate-Verbandelungen der Protagonisten war manchmal etwas vorhersehbar und auch kein sonderlich unbekanntes Stilmittel. Dennoch hat es mich nicht allzu sehr gestört, da es zwar immer präsent war aber dennoch nicht den ganzen Raum eingenommen hat. Den afrikanischen Hintergrund der Figuren fand ich sehr interessant und man fühlt sich stark an viele reale historische und aktuelle Situationen erinnert, bei der Minderheiten und Andersartige unterdrückt und versklavt werden, bestraft nur für das, was sie sind.Viele Leser waren enttäuscht von den Figuren und der Handlung und ich kann auch einige der Kritikpunkte verstehen. Sicherlich hätte es stärkere Protagonisten gegeben und ich bin auch niemand, der zwingend eine Liebesgeschichte braucht, noch dazu so eine komplizierte. Dennoch muss ich auch hier sagen, dass es mich nicht allzu sehr in meinem Lesevergnügen gestört hat, da ich das restliche Geschehen wirklich interessant und spannend fand.Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass "Children of Blood and Bone" eine tolle Geschichte ist, die mich bis zum Schluss begeistern konnte und deren Welt und Magiesystem ich durchaus gelungen fand. Es ist keine High-Fantasy und sicherlich eher an jüngere Leser gerichtet, aber mit dieser Erwartung bin ich auch nicht an das Buch herangegangen. ich empfehle das Buch daher allen, die eine schöne Fantasy-Geschichte mögen und sich nicht an jugendlichen und etwas naiven Charakteren stören.